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Veröffentlicht am Dienstag, 15. November 2011 11:43
ZACK-Editorial 03/2012
Liebe Leser,

das Sommerprogramm der ZACK Edition ist nun festgezurrt und in trockenen Tüchern. Im kommenden Heft werden wir es ausführlich vorstellen und auch online stellen. Aber bereits jetzt möchte ich auf die zweibändige Abenteuerserie
"Allan Quatermain und König Salomons Minen" verweisen, da wir ihren Zeichner Dim D. zum Comicsalon in Erlangen eingeladen haben. Beide Bände erscheinen zeitgleich zum Salon und können dort von ihm signiert werden. Außerdem werden wir ein Exlibris dazu produzieren.
Natürlich werden wir uns auch für
ZACK etwas Besonderes zu Erlangen einfallen lassen, nachdem wir bereits im April das 40-jährige Jubiläum des Magazins mit einer erweiterten Ausgabe gefeiert haben.
Eher erschreckende Zahlen haben mich in den letzten Tagen erreicht. In Vertriebskreisen geht man davon aus, dass keine 100 (!) Comicfachgeschäfte in Deutschland professionell organisiert sind. Weit über hundert Läden seien eher der Rubrik "Hobby" zuzuordnen. Muss es da wundern, dass die Verbreitung von Comics eher ein Schattendasein fristet und natürlich die Mittel nicht vorhanden sind, um flächendeckende Werbung zu betreiben? Denn es wäre ein Irrglaube, dass allein die Verlage für die Bewerbung der Ware Comic zuständig seien.
Ich denke, auch im Bereich Ladenwerbung im Einzugsgebiet der Geschäfte sind innovative und unkonventionelle Ideen gefordert, die nicht unbedingt viel Geld kosten müssen. Ein Gratis Comictag im Jahr wird es da nicht reißen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Lokalredaktionen ansässiger Tageszeitungen für Ideen immer dankbar sind. Warum also nicht etwa Uderzos Geburtstag mit einer kleinen Feier im Laden begehen und damit Leute locken? Oder das Erscheinen des
Tim & Struppi-Films von Peter Jackson auf DVD mit einer kleinen Aktion begleiten. Verlage und Filmfirmen haben für solche Gelegenheiten eigentlich immer irgendwelches Werbematerial in der Hinterhand.
Beständige Aktionen können wie der stete Tropfen sein, der den Stein höhlt.
In diesem Sinne

Georg F.W. Tempel
Chefredaktion
ZACK-Editorial 02/2012
Liebe Leser,

das Jahr 2012, ein arbeitnehmerfreundliches Jahr mit gut gelegenen Feiertagen, soll eins werden, in dem alle Deutschen den Gürtel enger schnallen müssen. Zumindest hat unsere Kanzlerin das so in der Neujahrsansprache formuliert. Die Krise ist noch nicht zu Ende, und der Euro hängt höchstwahrscheinlich auch weiterhin am Tropf der "Geberländer". Keine rosigen Aussichten für ein Jahr, in dem wir Albert Uderzos 85. Geburtstag feiern werden, in dem sich das Erscheinen des
ZACK-Magazins zum 40. Mal jährt - wenn auch mit Unterbrechung - und das sicher einige Comic-Highlights erleben wird. Zumindest soll Ende 2012 ein neues Asterix-Abenteuer erscheinen. Alles Themen, die wir auch im Heft behandeln werden, teilweise mit exklusivem Material wie etwa Bewerbungsseiten eines nicht zum Zuge gekommenen
Asterix-Teams.
Mit Peter Kronhagel begrüßen wir einen neuen freien Mitarbeiter, der sich zukünftig um Beiträge über die Klassiker der franko-belgischen Comics kümmern soll. Ein erster Beitrag wird ein Artikel über Eddy Paape in einer der kommenden Ausgaben sein.
Ganz aktuell möchten wir Sie zur Online-Abstimmung zum
ZACK-Helden 2011 einladen. Auf
www.zack-magazin.de finden Sie unter der Rubrik "ZACK" die Bewertungsliste. Unter allen Teilnehmern verlosen wir drei
Cassio Gesamtausgaben.
Das in dieser Ausgabe veröffentlichte Interview mit dem Wahlhamburger Simon Schwartz, der mit seiner graphic novel
drüben! für Furore sorgte, mussten wir für das Magazinformat um fast die Hälfte kürzen. Deshalb bieten wir Ihnen ab Mitte Februar die Möglichkeit, quasi den Director's Cut des Interviews auf
www.zack-magazin.de nachlesen zu können. Viel Spaß damit!
In diesem Sinne

Georg F.W. Tempel
Chefredaktion
ZACK-Editorial 01/2012
Liebe Leser,
unsere Hefterweiterung anlässlich der 150. Ausgabe von ZACK ist von den Lesern unseres Magazins mehr als positiv aufgenommen worden. Wir freuen uns, dass wir das Geburtstagsheft zu einem Augen- und Leseschmaus gestalten konnten.
Auch in den Medien wurde das Jubiläum kommentiert. Do widmet etwa
Die Rheinpfalz - mit 25.000 Exemplaren eine der größeren Tageszeitungen - dem Jubiläum einen halbseitigen Bericht unter ihrer Rubrik
Ratgeber Medien. Es gefällt, den Beitrag zwischen Artikeln zu Fernsehen und Radio zu finden. Dort gehört das Thema Comics nämlich hin.
Ansonsten kracht es mal wieder im Gebälk.
Man muss sich fragen, ob der Verkauf von Weltbild - dem Eigentümer Kirche war zu viel Anrüchiges im Portfolio - Auswirkungen auf die Absatzwege für Bücher im Allgemeinen und Comics im Speziellen haben wird. Immerhin konnte man in den Weltbildläden und im Online Shop Comics erstehen. Stellt sich also die Frage, ob der neue Eigentümer die Läden teilweise schließen wird, um Stadtorte zu bereinigen, oder möglicherweise sogar investiert und weitere Verkaufsstellen eröffnen wird.
Und was wird aus der Weltbild- Sammleredition, in der z.B. vor einigen Jahren die
BILD Comicedition oder die
Asterix-Bände erschienen sind. Immerhin ein Medium, um Comics in die Breite zu bringen.
Auch der kommende Gratis Comictag läuft nicht so rund, wie man e sich wünschen könnte. Die Teilnahmebedingungen wurden geändert und die Einstiegshürden für kleinere Verlage damit höher gelegt. Wird das Event für alle dann doch eher zu einem Ereignis der Happy few?
Und auch die allgemeine Wirtschaftslage kann ihre Auswirkungen auf die Comics haben. Das mag nun etwas weit hergeholt klingen, aber wenn es im eigenen Geldbeutel enger wird, dann spart man zuerst an den "überflüssigen" Dingen. Und Comics gehören - meines Wissens nach - nicht zu den lebensnotwendigen Dingen, sondern sind eher das Genusshäubchen oben drauf.
Dennoch wünschen wir Ihnen ein erfolgreiches und Comic-buntes Jahr 2012!
In diesem Sinne
Georg F.W. Tempel
Chefredaktion
ZACK-Editorial 12/2011
Liebe Leser,
dieses Mal kein kritisches Editorial, kein Diskussionsstoff. Dieses Mal nur ein Dankeschön, dass Sie es ermöglicht haben, dass wir Ihnen die 150. Ausgabe des
ZACK Magazins der Nach-Koralle-Ära präsentieren können. Dafür wollen wir uns auch mit 16 zusätzlichen Seiten bedanken, auf denen wir Comics abdrucken, die nicht unbedingt ins Portfolio unseres Magazins passen, aber nichtsdestotrotz unterhaltend und lesenswert sind.
Während sich die großen Magazine wie
Stern,
Spiegel und
Focus für den alljährlichen Jahresrückblick rüsten, wollen wir Ihnen einen kleinen Blick in die nähere Zukunft von ZACK geben.
Bereits in der nächsten Ausgabe, dem Januarheft des kommenden Jahres, wird mit
Der Fall des Hauses Jekyll die Fortsetzung von
Mr. Hyde gegen Frankenstein starten. Im Februar haben dann gleich zwei neue Serien ihren Einstand in
ZACK: Mit
Alamo kommt endlich wieder ein Western ins Heft, und
Mic Mac Adam soll der neue regelmäßige Semi-Funny werden, da es fünf albenlange Erzählungen gibt, die in Deutschland bisher noch nicht erschienen sind.
Auch zwei deutsche Zeichner können wir in 2012 in
ZACK begrüßen. Mit neuer Konzeption kehrt
Kommissar Fröhlich von Stephan Hagenow zurück, und Michael Vogt schickt die Leser mit Mark Brandis in die Zukunft.
Ich hoffe, dass wir Sie auch in den nächsten 150 Ausgaben jeden Monat wieder begrüßen dürfen.
In diesem Sinne
Georg F.W. Tempel
Chefredaktion
ZACK-Editorial 11/2011
Liebe Leser,
im vorliegenden aktuellen Heft startet der langerwartete vierte Teil von "Es war einmal in Frankreich". Die Geschichte von Joseph Joanovici ist die eines Mitläufers, Kriegsgewinnlers und Kollaborateurs. Und dennoch hat er Gutes getan und Menschen vor den braunen Besatzern gerettet. Fabien Nury und Sylvain Vallée erzählen in ihrer mit Preisen ausgezeichneten Serie von einem dunklen Kapitel der französischen Geschichte. Nein, nicht jeder Franzose war in der Resistance, wie man so gerne glauben gemacht wird. Es gab sehr wohl Franzosen, die an die Beständigkeit der Deutschen glaubten. Nury und Vallée gehen völlig unverkrampft mit dem Thema um. Weder beschönigen sie, noch verurteilen sie. Ähnlich neutral beschäftigte sich Marvano in "Grand Prix" mit dem Thema Drittes Reich. Muss man Nicht-Deutscher sein, um diesen Teil der Historie behandeln zu dürfen bzw. unverkrampft damit umgehen zu können? Lastet das Gewicht der Erbschuld so schwer auf unseren Schultern, dass wir, die Deutschen, es kaum wagen, uns kritisch und objektiv mit diesen knapp 20 Jahren unserer Historie auseinanderzusetzen?
In den aktuellen französischen Comics gibt seit einiger Zeit einen Trend, das Dritte Reich und seine Auswirkungen auf das Leben anderer Völker und Länder im Comic aufzuarbeiten. Dabei gibt es die ganze Bandbreite an Inhalten – von trivial über kritisch bis betroffen machend. In Deutschland setzt an dieser Stelle eher die Diskussion ein, ob man Hakenkreuze abbilden darf, ob der Comic deshalb möglicherweise indiziert wird oder ob nicht plötzlich sogar neuzeitliche Rechtsdenkende zur Kundschaft zählen.
Auch eine Art, sich mit Geschichte auseinanderzusetzen …
In diesem Sinne
F.W. Tempel
Chefredaktion